Kriminalistische Fallanalyse
Die Kriminalistische Fallanalyse (KFA) ist das Prüfungsschema in Kriminalistik / -technik.
A. Analyse und Bewertung
Anlass
1.1 Ausgangssituation
1.1.1 Gefahrenlage
Gefahren für Personen, Sachen und Spuren
Gefahren, die von Personen oder Sachen ausgehen
Gefahren für Rechtsordnung / Strafverfolgung
1.1.2 Verdachtslage im Hinblick auf eine Tat
Prüfung Anfangsverdacht einer Straftat / von Straftaten
Mögliche Delikte aufgrund der im Sachverhalt dargelegten Tathandlung
Verdacht erregende Umstände
Fakten, die gegen ein Delikt sprechen
Prüfung von möglichen Serienzusammenhängen
1.1.3 Verdachtslage im Hinblick auf eine Person
Belastende Umstände
Entlastende Umstände
Konkreten Verdachtsgrad definieren:
Anfangsverdacht
Hinreichender Tatverdacht
Dringender Tatverdacht
Verfahrensrechtliche Stellung: Zeuge oder Beschuldigter
1.2 Allgemeine Beurteilung
Kriminalpolitische Bedeutung des Deliktes, u. a. Strafandrohung
Öffentliches Interesse, Medieninteresse, Sozialschädlichkeit etc.
Einsatzintensität
Meldeerfordernis (dezentriert / ggf. nicht zwingend)
Führungsverantwortung / Zuständigkeit
1.3 Einsatzsitutation (optional / dezentriert)
Uhrzeit, Tag/Nacht, Wochentag
Wetter
Raum
Kräfte (Qualifikation)
Führungs- und Einsatzmittel
Tatsituation
2.1 Tatort
Juristischer / kriminalistischer Tatort
Kriminalistische Bedeutung der Lage des Tatortes
Beobachtungs- / Wahrnehmungsmöglichkeiten durch Zeugen
Veränderungen möglich oder wahrscheinlich
2.2 Tatzeit
Feststellbar bzw. eingrenzbar
Kriminalistische Bedeutung der Tatzeit
Sicht- und Lichtverhältnisse
2.3 Modus Operandi
Typische Begehungsmerkmale
Persönlichkeitsgebundene Merkmale in der Tatausführung
Besondere Fertigkeiten und Kenntnisse
Tatzusammenhänge / Serientat
2.4 Tatmittel
Besondere Fertigkeiten / Kenntnisse
Legale Beschaffung?
Individualisierbarkeit
2.5 Beute
Besondere Merkmale / Individualisierbarkeit
Wert-Nutzen-Relation
Ideeller Wert
Verwertbarkeit / Absatzwege
2.6 Motivlage
Prüfung möglicher Motive
Zielerreichung / Wiederholungswahrscheinlichkeit
Hinweise auf Täterschaft
2.7 Opfer
Identifizierbarkeit
Täter-Opfer-Beziehung
Opferverhalten
Opferpersönlichkeit
Aussagebereitschaft, Glaubwürdigkeit, Glaubhaftigkeit
Vortäuschungskriterien
2.8 Tatverdächtiger (Ergebnis aus 1.1.3 + 2.1–2.7) (optional / dezentriert)
Eingrenzung des Täterkreises
Personenbeschreibung (besondere Merkmale)
Identifizierungsmöglichkeiten
Wiedererkennungsmöglichkeiten
Beweissituation
3.1 Personalbeweis (optional / dezentriert)
Bekannte / mögliche Zeugen oder Beschuldigte
Identität der Person festgestellt, geklärt oder feststellbar
Verfahrensrechte / Verweigerungsrechte der Person
Zu welchen verfahrensrelevanten Aspekten liegen Aussagen vor und zu welchen wären weitere Aussagen möglich?
Glaubwürdigkeit / Glaubhaftigkeit
Mögliche Beweisverwertungsverbote
Absicherung der Aussage, Dokumentation, Wiederherstellung der Verfahrensverwertbarkeit bei Beweisverwertungsverboten
3.2 Sachbeweis
Spurenkategorie
Spurenart
Allgemeine Beweiskraft
Abgleichmöglichkeiten
Konkreter Beweiswert
Beweisverwertungsverbote
Fahndungssituation
5.1 Personenfahndung
Bewertung der Informationslage zum Täter / Täterbeschreibung
Bekannte / mögliche Fluchtmittel
Weg-Zeit-Berechnung
Aufenthalt des Täters bekannt oder zu ermitteln
Ortskunde des Täters / der Fahndungskräfte
Besonderheiten des Fahndungsraumes
Fahndungsart / besondere Fahndungsart
5.2 Sachfahndung
Informationslage zum Gegenstand
Individualmerkmale, Wiedererkennungsmöglichkeiten
Informationen zum Verbleib des Gegenstandes
Ortungsmöglichkeiten, Fahndungsraum (dezentriert)
Fahndungsart (numerische / nicht-numerische Sachfahndung) (dezentriert)
B. Maßnahmen zur gerichtsfesten Beweisführung
1 Anzeigenaufnahme und Erster Angriff
1.1 Anzeigenaufnahme
(Details zur Anzeigenaufnahme)
1.2 Maßnahmen des Sicherungsangriffs
(Details zu Maßnahmen des Sicherungsangriffs)
1.3 Maßnahmen des Auswertungsangriffs (optional / dezentriert)
2 Weitere Ermittlungshandlungen (optional / dezentriert)
(Weitere Ermittlungshandlungen)

